Kindersicherung für iPad, iPhone & Co. – so schützt ihr euer Kind und euren Geldbeutel
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Kindersicherung für iPad, iPhone & Co. – so schützt ihr euer Kind und euren Geldbeutel

Eine Kindersicherung für iPad & Co. ist für Eltern eigentlich unverzichtbar: Mal kurz nicht aufgepasst und schwups hat der Nachwuchs die Kinder-App verlassen und befindet sich in Papas Lieblings-Zombie-Shooter, löscht Mamas Rezeptesammlung, surft auf nicht jugendfreien Webseite herum oder hat mal eben rund 2.000,-€ durch In App Käufe ausgegeben.

Mit den hier vorgestellten Tipps können sich Eltern etwas mehr entspannen und je nach Alter des Kindes die richtige Kindersicherung einrichten.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, das iPad, iPhone oder iPod touch kindersicher zu machen: In der ersten Variante kann das Kind eine von den Eltern ausgewählte App nicht wie gewohnt über den Home Button verlassen. Die zweite Variante ist für ältere Kinder geeignet, die etwas eigenverantwortlicher mit den Geräten umgehen dürfen.

Kindersicherung für iPad, iPhone & Co.   so schützt ihr euer Kind und euren Geldbeutel

Variante 1: Kindersicherung durch den “Geführten Zugriff”
Ab iOS6 findet sich diese sehr praktische Funktion für besorgte Eltern in den Einstellungen. Dort einfach auf den Punkt Allgemein, dann Bedienungshilfen und schließlich Geführter Zugriff wählen. Nun kann man dort den Geführten Zugriff aktivieren. Jetzt noch eine PIN vergeben und von nun an kann diese Funktion jederzeit aktiviert werden: Einfach die gewünschte App öffnen und 3x den Home-Button drücken um den Geführten Zugriff zu aktivieren. Jetzt kann die App nicht über den Home Button verlassen werden – um den Modus zu deaktivieren, einfach erneut 3x den Home-Button drücken und die zuvor vergebene PIN eingeben. Tipp: Man kann innerhalb der App einen bestimmten Bereich des Bildschirms sperren, indem man nach dreimaligem Drücken des Home Buttons den gewünschten Bereich einfach mit dem Finger einkreist. Man sollte jedoch beachten, dass das voraussetzt, dass dieses Element immer an der selben Stelle sitzt. Ein gutes Beispiel ist die Toca Monster Kitchen App, bei der man so den zurück-Button deaktivieren kann (in der Abbildung oben durch den Kreis im linken Bildbereich zu erkennen).

Kindersicherung für iPad, iPhone & Co.   so schützt ihr euer Kind und euren Geldbeutel
Variante 2: Kindersicherung durch “Einschränkungen”
Gerade älteren Kindern möchte man im Umgang mit iPad & Co. evtl. etwas mehr Freiheiten einräumen. Eine sehr flexible Form der Kindersicherung findet man ebenfalls in den Einstellungen im Bereich Allgemein unter dem Punkt Einschränkungen. Wie der Name schon vermuten lässt, kann man hier die Nutzung einiger Apps und Funktionen einschränken. So lässt sich der Browser komplett deaktivieren, sodass kein unkontrolliertes Herumsurfen im Internet möglich wird. Auch die Installation neuer Apps oder das Löschen von Apps kann unterbunden werden. Bei der Nutzung von Siri geht Apple sogar soweit, dass man Apples Sprachassistent an sich evtl. nutzen kann, “anstößige Sprache” jedoch unterbunden wird (damit lässt sich Siri gar nicht erst auf ein- oder zweideutige “Gespräche” ein). Bei der Altersfreigabe der Inhalte ist Vorsicht geboten: Man sollte nicht uneingeschränkt darauf vertrauen, dass Apple nicht jugendfreie Inhalte zuverlässig erkennt und sperrt. Interessant ist wiederum die Möglichkeit, In App Käufe zu deaktivieren. Natürlich sollten die Kinder gar nicht erst das Passwort kennen, das ja bei jedem In App Kauf abgefragt wird – aber sicher ist sicher…

Wichtig bei dieser Variante der Kindersicherung ist ein ausführliches Testen der Einschränkungen. Man sollte sich nie 100%ig darauf verlassen und mindestens einmal die Szenarien durchspielen, die man unterbinden möchte.

Die beschriebenen Methoden helfen zwar sehr gut, den Umgang mit iPad, iPhone und iPod touch kindersicher zu gestalten – die beste Kindersicherung besteht aber immer noch darin, wenn sich die Eltern gemeinsam mit dem Kind vor das iPad setzen. Gemeinsam spielen macht sowieso mehr Spaß.

...und was meinst Du?